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(BZfE) – Tofu ist nicht bei jedem beliebt. Nicht selten sind die Würfel gummiartig und langweilig im Geschmack. Denn Tofu „pur“ hat so gut wie keinen Eigengeschmack. Richtig zubereitet schmeckt der Fleischersatz aber köstlich und zeigt immer wieder neue Facetten.

Tofu hat in Asien eine lange Tradition. Für den Sojablock wird Sojamilch mit einem Gerinnungsmittel eingedickt, in rechteckige Formen gefüllt und ausgepresst. Tofu wird als Fleischersatz eingesetzt, da er eine gute Eiweißquelle ist und viele wertvolle Vitamine und Mineralstoffe enthält.

Da Naturtofu einen relativ neutralen Geschmack hat, kann er in der Küche abwechslungsreich eingesetzt werden. Besonders wichtig ist es, ihn vor der Zubereitung zu entwässern. Dazu legt man den Block zwischen mehrere Lagen Küchenpapier und beschwert ihn für 15 bis 30 Minuten. Je mehr Flüssigkeit der Tofu verliert, desto besser nimmt er die Aromen von Gewürzen an und desto krosser kann er angebraten werden.

Tofu braucht viel Würze. Mit einer Marinade kommt Geschmack in den Fleischersatz. Asiatisch wird es mit einer Mischung aus Sojasoße, fein gehacktem Knoblauch, Chilipulver und Ingwer. Auch Misopaste und Sesamöl mit Curry, Pfeffer und frischem Koriander sind eine gute Kombination. In manchen Rezepten wird auch Kokosmilch verwendet. Wer es mediterran mag, vermengt Olivenöl mit Zitronensaft, einer fein gehackten Zwiebel und frischen Kräutern wie Basilikum, Rosmarin, Thymian oder Salbei. Nicht zu viel Öl nehmen, da sich ansonsten ein Film bildet und die Aromen schlechter einziehen.

Der Tofu wird in Scheiben oder Würfel geschnitten und für mindestens vier Stunden oder über Nacht in die Marinade gelegt. Anschließend in Speisestärke wälzen und in einer beschichteten Pfanne kross anbraten. Am besten gelingt Tofu, wenn er von beiden Seiten wenige Minuten bei hoher Temperatur gegart wird. Dann ist er von außen knusprig und von innen noch schön weich. Nach dem Braten kann man noch etwas Marinade darüber gießen, um den Geschmack zu verstärken.

Natürlich kann der Tofu vor dem Braten auch paniert werden. Dafür den Sojablock in Dreiecke schneiden und nacheinander in Maisstärke, pflanzlicher Milch mit etwas Essig und Sesam wälzen. Zu den knusprigen Tofusticks schmeckt ein Kräuterdipp, Reis und ein grüner Salat.

Heike Kreutz, www.bzfe.de

Weitere Informationen:

https://www.bzfe.de/lebensmittel/trendlebensmittel/vegane-lebensmittel/

https://www.bzfe.de/nachhaltiger-konsum/orientierung-beim-einkauf/fleischersatzprodukte/

Bildquelle: AdobeStock/kanonsky

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